Nieuwsbrief
Presse - Saison 2011/2012
Rotterdam, August 2011

Ein guter Anfang

Für das Museum Boijmans Van Beuningen ist die erste Hälfte von 2011 über alles Erwarten verlaufen.

Courtyard Museum Boijmans Van Beuningen. Photo Fred Ernst
Courtyard Museum Boijmans Van Beuningen. Photo Fred Ernst

Ein guter Anfang für das Museum Boijmans Van Beuningen
Juli 2011

Für das Museum Boijmans Van Beuningen ist die erste Hälfte von 2011 über alles Erwarten verlaufen. Mehr als 165.000 Menschen besuchten die gut zwanzig Ausstellungen und Projekte, die das Museum organisierte. Diese Besucher gaben der Stadt Rotterdam einen Ausgabenimpuls von circa 4,3 Millionen Euro. Die Website und die Online-Plattformen wurden von mehr als 450.000 Interessenten besucht.

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Besucher und neue Medien
Das Museum Boijmans Van Beuningen hat in der ersten Hälfte von 2011 mehr als 165.000 Besucher empfangen, worunter 24.000 Jugendliche bis zu 18 Jahren. Aus Messungen von „Rotterdam Marketing" und „Holland Art Cities“ hat sich gezeigt, dass diese Museumsbesucher gemeinsam circa 4,3 Millionen Euro in Hotels, Geschäften und im Gaststättengewerbe von Rotterdam ausgegeben haben. Die Website www.boijmans.nl hat wohlgemerkt 330.000 Besucher angezogen, wovon 21% aus dem Ausland. Auf dem Online-Videokanal arttube.boijmans.nl haben sich vom Januar bis zum Juni 2011 mehr als 53.000 Menschen Videos über Kunst und Design angesehen. Der „Pindakaaspost“ und die Folgen von Boijmans TV schienen besonders populär zu sein. Die virtuelle Museumskollektion, collectie.boijmans.nl, wurde dieses Jahr mehr als 60.000 Mal besucht. Seit das Museum Anfang April alma.boijmans.nl lancierte, wurde diese besondere Untersuchungswebsite schon 4.000 Mal besucht. Über die sozialen Medien hat das Museum 5.200 Facebook-Fans und 5.000 Twitterer informiert.

Der Online-Videokanal des Museums Boijmans Van Beuningen „ArtTube“, Partner des amerikanischen „ArtBabble“, wird wegen seines (internationalen) Erfolgs weiter ausgebaut. Ab diesem Sommer wird „ArtTube“ in einem Zusammenschluss mit dem „Stedelijk Museum“, dem „Gemeentemuseum Den Haag“, „De Pont“ und „M HKA Antwerpen“ programmiert. Jedes Museum wird dem Kanal, der inzwischen gut 120 Interviews, Kunstvideos und kurze Dokumentarberichte enthält, mindestens 8 Videofilme pro Jahr zur Verfügung stellen.

Programm
Das Museum hat im letzten halben Jahr etwa zwanzig Projekte und Ausstellungen organisiert, wovon verschiedene außerhalb des Museums und im Ausland. Vom Blockbuster „De grote ogen van Kees van Dongen“ im letzten Winter, bis zur Präsentation des Erwerbs des „Pindakaasvloer“ von Wim T. Schippers, der surrealistischen Installation von Elmgreen & Dragset in der Unterseeboothalle bis „Schoonheid in de Wetenschap“, zusammengestellt von Prof. Dr. Hans Galjaard, alle Projekte haben Aufmerksamkeit des Publikums reichlich auf sich gelenkt. Das große Interesse der Presse für das Museum echote auch bis in die Fachzeitschriften und bis ins Ausland. Vor allem „The One & The Many“ des skandinavischen Duos Elmgreen & Dragset, zurzeit in der früheren Unterseeboothalle im Rotterdamer Hafen zu sehen, zieht sehr viel Aufmerksamkeit (der Presse) aus dem Ausland auf sich.

Export
Eine Anzahl erfolgreiche Ausstellungen des Museums Boijmans Van Beuningen ging dieses Jahr auf Reisen. „De grote ogen van Kees van Dongen“ ist in diesem Frühjahr im Musée d'Art Moderne de la Ville de Paris (bis zum 17. Juli 2011) zu sehen. In Paris ist die Ausstellung ein großer Publikumserfolg mit inzwischen gut 140.000 Besuchern. Die Modeausstellung „The Art of Fashion“ aus 2009 ist zurzeit im Kunstmuseum Wolfsburg (bis zum 7. August 2011) zu sehen. Auch ist die Ausstellung über Johan Thorn Prikker auf Reisen gegangen. Das Museum „kunst palast“ in Düsseldorf, Partner bei diesem Projekt, präsentiert diese Ausstellung bis einschließlich 7. August 2011.

Eigene Einkünfte
Das Museum Boijmans Van Beuningen verwaltet insgesamt circa 140.000 Objekte auf dem Gebiet der alten Kunst, der modernen Kunst und der zeitgenössischen Kunst, des Kunsthandwerks und Designs, sowie ein Objekt von 26.00 Quadratmetern, das unter staatlichem Denkmalschutz steht. Dafür erhält das Museum jährlich 9,8 Millionen an Zuschüssen von der Stadt. Alle Aktivitäten, worunter alle Ankäufe und die Konservierung der Kollektionen, Bildung und das Organisieren von Ausstellungen werden dann vom Museum selbst finanziert. Das Museum kassierte hierfür 2010 einen Rekordbetrag an eigenen Einkünften von 8,5 Millionen Euro und sorgt damit zum größten Teil für seine eigenen Einkünfte. 2010 war dies gut 45%, mit Dank an unter anderem „BankGiro Loterij“, „VSB Fonds“, „Prins Bernhard Cultuurfonds“, „Rabobank“, „Turing Foundation“ und „Unilever“. Jährlich gelingt es dem Museum, zwischen 35% und 45% eigene Einkünfte zu erzeugen. Das Museum hofft, dies in der Zukunft auf demselben Niveau fortsetzen zu können.

Mäzenatentum
Der Erfolg des Museums ist zu einem großen Teil der Unterstützung von Privatpersonen und den Aktivitäten der Hausstiftungen und Namensfonds zu verdanken, die seit Jahr und Tag mit dem Museum verbunden sind. Neben der „Stichting Museum Boijmans Van Beuningen“ sind das unter anderem der „Kalhorn/Timmermans Fonds“, „Stichting Lucas van Leyden“, „Fonds Willem van Rede“, „Stichting Van Beuningen/Peterich-fonds“, „Stichting Willem van der Vorm“ und das H+F Mäzenatentum. Über das 10-jährige Jubiläum dieses letzten Mäzenatentums machte das Museum kürzlich eine Veröffentlichung und eine Ausstellung, die noch bis Ende September im Museum zu sehen ist.

Einsparungen in Rotterdam
Das Museum Boijmans Van Beuningen erhält einen jährlichen Zuschuss von der Stadt Rotterdam in Höhe von 9,8 Millionen Euro. Dieser Betrag deckt die Miete und die Fixkosten des Gebäudes (die Miete wird anschließend an die Stadt Rotterdam retourniert) und 90% der Lohnsumme des Museums, wovon 92 Ganztagsstellen bezahlt werden. Die Stadt erkennt im nächsten Jahr keinen Zuschlag auf Löhne und Gehälter zum Ausgleich der Inflation zu und führt gleichzeitig eine Einsparung von 2% durch. De facto vermindern sich hierdurch die städtischen Zuschüsse für das Museum mit circa 400.000 Euro. Ab Januar 2013 wird die Stadt Rotterdam nochmals 20% (16,5 Millionen Euro) für den gesamten Kunstsektor einsparen. Welche Folgen dies für das Museum Boijmans Van Beuningen hat, wird erst im Laufe des nächsten Jahres deutlich.

Gute Nachrichten für die Kollektion: das Kollektionsgebäude!
Letzte Woche hat der Stadtrat von Rotterdam beschlossen, grünes Licht für ein Kollektionsgebäude für das Museum Boijmans Van Beuningen zu geben. Dieses hat schon seit Jahren mit Unannehmlichkeiten durch Hochwasser und anderen Risikos in übervollen Depots zu kämpfen. Das neue, in Kollektionsverwaltung spezialisierte Institut, wird aus einem neuen Depot und Konservierungs- und Restaurationseinrichtungen für die Kollektion des Museums Boijmans Van Beuningen bestehen. Außerdem wird viel Platz (50% der Kapazität) für die Versorgung von Kollektionen von Privatpersonen gemacht, für die die Expertise des Museums durch die Teilnahme an dieser neuen PPS (Publiek Private Samenwerking) (öffentliche private Zusammenarbeit)- Konstruktion zugänglich wird. Die Stadt Rotterdam reserviert 25 Millionen für diese neue Initiative. Eine private Partei ist bereit, 15 Millionen beizutragen, unter der Voraussetzung, dass der Bauplatz für das neue Gebäude in der unmittelbaren Umgebung des Museums Boijmans Van Beuningen, des Museumparks, gefunden wird. Das Kollektionsgebäude wird für das Publikum zugänglich sein und wird erwartungsgemäß 2015 seine Türen öffnen.

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