Nieuwsbrief
Presse - Saison 2011/2012
Rotterdam, August 2011

Retrospektive Marijke van Warmerdam

Nach mehr als zehn Jahren ist eine Übersicht des Oeuvres von Marijke van Warmerdam wieder in den Niederlanden zu sehen.

Marijke van Warmerdam, Light, 2010, film loop, colour, 1:30 min. (film still)
Marijke van Warmerdam, Light, 2010, film loop, colour, 1:30 min. (film still)

Marijke van Warmerdam
„Dichtbij in de verte” (Nahebei in der Ferne)
“20 jaar meer dan alleen films“ (20 Jahre mehr als nur Filme)
29. Oktober 2011 – 22. Januar 2012

Weltweit sind die Werke von Marijke van Warmerdam zu sehen, von Venedig bis New York, von Sydney bis Basel. Diesen Herbst präsentiert das  Museum Boijmans Van Beuningen eine große Retrospektive ihrer Arbeit, zusammengestellt vom Gastkonservator Jan Debbaut, dem ehemaligen Direktor der „Collecties van Tate“. Nach mehr als zehn Jahren ist eine Übersicht des Oeuvres von  Marijke van Warmerdam wieder in den Niederlanden zu sehen. 

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Marijke van Warmerdam (1959) gehört zu einer Generation von internationalen Künstlern, die mit dem Medium Film experimentiert und in all seinen Möglichkeiten untersucht. Seit den Neunzigerjahren arbeitet sie an einem filmischen Oeuvre, das verschiedene Genres berührt: Film, Fotografie, Bildhauerei, Installation und vor Kurzem auch die Malerei. Gemeinsam mit Jan Debbaut macht Van Warmerdam eine Auswahl aus ihrem Oeuvre für das Museum Boijmans Van Beuningen.

Verstummte Poesie

Das Ausweiten des Moments, zum Beispiel in Filmverläufen und kreisförmigen Kamerabewegungen, steht im Oeuvre von Marijke van Warmerdam im Mittelpunkt. Diese Verstummung in Zeit und Raum ist unter anderem in den 16- und 35mm Filmen zurückzufinden, wie zum Beispiel „Handstand“ (1992), „Skytypers“ (1997), „Le retour de chapeau“ (1998) und „In the distance“ (2010). Oft wählt sie alltägliche Themen, wie zum Beispiel freihändig mit dem Fahrrad fahren, eine herumwirbelnde Feder, Kondensstreifen eines Flugzeugs an einem blauen Himmel oder ein Mädchen, das einen Handstand macht. Ihre Filme sind meistens ohne Ton. Marijke van Warmerdam erzählt in ihrem Werk keine Geschichten, sie verlässt sich auf die visuelle Kraft ihrer Themen. Das Werk von Marijke van Warmerdam wird beschrieben als „sanft und doch scharf“ und „rein anschaulich“.

Biografie
Marijke van Warmerdam wohnt und arbeitet in Amsterdam und in Karlsruhe. Ihr Werk war in vielen bedeutenden internationalen Ausstellungen zu sehen, worunter die „biënnales“ von Venedig, Sydney, Berlin und Kwangju und während der „Documenta X“ in Kassel. Ihr Werk wird mehrmals auf der „Art Unlimited“ während der „Art Basel“ ausgestellt. Sie hatte Retrospektiven im „Van Abbemuseum“, dem „Migros Museum“ in Zürich, dem „ICA“ in Boston, „MuHKA“ in Antwerpen und kürzlich bei „Fruitmarket“ in Edinburgh und „IKON“ in Birmingham. Ihr Oeuvre ist in verschiedenen internationalen Kollektionen vertreten, unter anderem im „Centre George Pompidou“ in Paris, dem „Stedelijk Museum“ in Amsterdam und seit Kurzem im Museum Boijmans Van Beuningen.

Veröffentlichung und Weiteres
Bei der Ausstellung erscheint eine reich illustrierte Veröffentlichung, die vom Verlag der Buchhandlung Walther König herausgegeben wird, mit Beiträgen von verschiedenen Verfassern. Diese Veröffentlichung ist ab Oktober im Museumsladen erhältlich. Um die Ausstellung herum organisiert Museum Boijmans Van Beuningen Kinderworkshops, einen besonderen Themanachmittag und einen Vortrag. Ein Videofilm über Marijke van Warmerdam ist ab Oktober auf arttube.boijmans.nl. zu sehen. 

Die Ausstellung „Marijke van Warmerdam - Dichtbij in de verte“ wurde auch durch den „Fonds BKVB“ möglich gemacht.

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